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Warum in einer Lebensgemeinschaft leben, lernen und arbeiten? Woher kommen heute Impulse zur Heilung der Gesellschaft und ihrem Verhältnis zur Umwelt? Bemühen sich nicht so viele Menschen um eine friedlichere Die Lebensgemeinschaft wurde gegründet, um Formen des menschlichen Zusammenlebens und -arbeitens zu entwickeln, deren Antrieb nicht persönliche Gewinnsucht ist. Wo auch Menschen ihren Platz finden, die sonst ausgegrenzt wären und wo gleichzeitig eine gemeinsame und individuelle Entwicklung möglich ist. Wir wollen konkret erfahren, welche Hindernisse sich uns dabei in den Weg stellen, und wie wir diese überwinden können. Warum in einer Lebensgemeinschaft? Weil die individuellen Fähigkeiten und sozialen Formen, die es zu entwickeln gilt, gerade im Umgang und im Vertrauen von Mensch zu Mensch erlernt werden: sei es beim Treffen von Entscheidungen (kollegiale Formen), beim Ermitteln der Bedürfnisse des Einzelnen und deren wirtschaftliche Realisierung im Verhältnis zu den Möglichkeiten (gemeinsames Wirtschaften). Die Begegnung mit anderen Menschen in den Fragen des Alltags bietet auch eine wertvolle Möglichkeit, die eigene Unzulänglichkeit zu erkennen und das Streben nach persönlichem Vorteil zu überwinden (zumindestens immer wieder mal...). Lösungsansätze für die anstehenden Aufgaben haben wir in Schriften Rudolf Steiners gefunden, in denen er sich mit geistigen, sozialen und wirtschaftlichen Themen beschäftigt und Wege menschlicher Entwicklung beschreibt ("Soziale Dreigliederung in der Lebensgemeinschaft"). Wir versuchen, seine Erkenntnisse im Alltag zu überprüfen und in konkrete Formen umzusetzen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den folgenden drei Bereichen: Geistesleben - Durch individuelle Schulung und spirituelle Gemeinsamkeiten Diese Aufgaben werden wahrgenommen im Zusammenleben mit Seelenpflege-bedürftigen Menschen als Sozialbereich, der Pflege des Landwirtschaftsbereichs/Gartens, und des Produktionsbereiches. Unsere berufsunabhängige Weiterbildung, entstand, um Menschen die Möglichkeit zu geben diese Formen des Zusammenlebens zu erlernen und für sich selbst zu überprüfen, sowie an anthroposophischen Fragen zu arbeiten. Die Lebensgemeinschaft wirkt länderübergreifend: Im Jahre 1979 begann St. Luc -als "Secteur Thérapeutique Spécialisé" begründet- eine Aufgabe für die sozialtherapeutische Association La Branche (Nähe Genfersee, Schweiz) zu erfüllen. Es folgte der Freiheithof (Nähe Bodensee, Deutschland) im Jahr 1981 und Vaudesy im Jahre 1986 (heute in einem Haus in Dornach). Daran angegliedert ist ein Haus in Basel, wo ebenfalls dieser Impuls gepflegt wird. Weitere Orte werden angestrebt. Wer wir sind Eine Gruppe von ca. 30 Menschen aller Altersgruppen (ab 18), die sich aus den oben genannten Gründen zusammengefunden hat, dazu 16 Betreute, die in der Lebensgemeinschaft mitleben. Wir kommen aus vielen Ländern der Welt, mit den verschiedensten beruflichen Hintergründen: Kunsthandwerk, Landwirtschaft, Medizin, Erziehung, Technik, Kunst, freie Wirtschaft. |